Aboriginal Dance Festival und Cape York

Am Freitag ging es, vorerst mit Freunden weiter, auf der Battle Camp Road  (siehe letzter Eintrag) nach Laura zum Dance Festival. Die Taschen waren voll mit Essensvorräte für die nächsten 14 Tage. Wasser war noch nicht so wichtig, ich wusste es kommen noch einige Bäche, aus denen man problemlos trinken kann

IMG_6039Bei den Temperaturen waren die Flussdurchquerungen eine willkommene Abkühlung und die Beine waren danach wieder sauber.
IMG_6066Ansonsten waren sie tief rot vom Sand der Straße. und dem Staub. Die Lastwagenfahrer waren gar nicht so groß das Problem. Im Allgemeinen fuhren sie langsamer sobald sie mich sahen, So mancher Allradfahrer sah das nicht so und preschte mit 100km/h an mir vorbei,
DSC05810Am Abend gab es zur Belohnung immer ein nettes, ruhiges Plätzchen zum Zelten.

Nach nur zwei Tagen waren wir in Laura beim Aboriginal Dance Festival
DSC05861Das Festival dauert drei Tage. Es ist eines der bedeutendsten dieser Art in Australien. Die Tänzer kommen aus ganz Australien, die Zuschauer aus der ganzen Welt. Da ich so viele Leute nicht gewohnt bin, wollte ich nur einen Tag hin. Für meine Freunde war das auch OK und so kamen wir am Sonntag Vormittag zu dem Festival.

DSC05838Die meisten Zuschauer haben auf dem Platz kampiert und gingen am Sonntag morgen. Das Festival ging aber weiter. Ein Tanz kam nach dem anderen.

DSC05841Sie  waren voll von Kraft und Energie

DSC05847Mir hat besonders gut gefallen, dass so viele Kinder mit Begeisterung dabei waren.

DSC05855Auf dem Festival waren Alkohol und Drogen verboten. Es lief alles sehr harmonisch ab.

DSC05840Inhalt der Tänze waren Nachahmungen der Tiere, Kämpfe oder andere Themen aus der Geschichte der Aborigines.

DSC05872Für Kenner gab es sicherlich große Unterschiede, für mich ähnelten sich die Tänze sehr. Die Bekleidung war da mehr Abwechslungsreicher.

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DSC05894Meine Freunde wurden am Nachmittag abgeholt und fuhren nach Cooktown zurück.

Auf dem Gelände kehrte langsam Ruhe ein und es gab genug freie, ruhige Plätze, wo ich mein Zelt aufstellen konnte.

Die Tänze gingen aber weiter. Da es für die Aborigines ein besonderes Treffen ist, wollten sie glaub gar nicht mehr aufhören.

DSC05910Nicht nur die Kinder hatten später noch Spaß vor der Kamera zur Schau zu stellen.

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DSC05923Am nächsten Tag ging es für mich weiter, Richtung dem „Tip“, Cape York, dem nördlichsten Zipfel von Australien. Viele Gebiete dort oben wurden den Aborigines zurueck gegeben, viele Tänzer kamen aus den abgelegenen Gemeinden. Die waren alle auf der Heimreise. Dazu haben noch die Schulferien angefangen. Das hatte ich erst erfahren, als ich schon unterwegs war. So war der Verkehr an dem ersten Tag sehr heftig. Sehr unangenehm, da es fast alles rote erdige, sandige Piste war.

Es gab aber auch angenehme Dinge. Am Spätnachmittag des zweiten Tages, ich hatte gerade den längsten Anstieg auf die Bamboo Range hinter mir, hielt ein Lastwagenfahrer an. Ob ich Lust hätte zu schwimmen? Es gäbe in ca 18 km einen kleinen Stausee auf einer Kuhweide, da könnte ich baden und zelten. Es ist seine Weide. So was ermuntert mich doch immer noch ein Stück weiter zu fahren, überhaupt wenn so was wertvolles wie Wasser in Aussicht steht.

DSC05935Sehr abgelegen von der Strass und schön ruhig fand ich den kleinen See. Zum Schwimmen war es allerdings nichts, zu viele Wasserlilien waren darin und das Ufer war schwarz voll Kaulquappen. Meine Kleider und mich konnte ich aber ausgiebig waschen, Das war mal wieder eine richtige Wohltat nach dem Staub und der Hitze. Außerdem gab es unzählige Vögel.

In einem Fahrradfahrerbericht hatte ich gelesen, dass man auf der Strecke nicht viel Wasser mitnehmen muss, da man das Wasser aus den Bächen gut trinken kann. Das kann ja schon sein, aber dafür muss auch Wasser in den Bächen sein. Auf weiten Strecken war nur Sand darin. Der Norden Queensland hatte keine richtige Regenzeit, der Regen ging alles weiter im Süden runter. Es war dann immer eine Wohltat, wenn dann doch mal Wasser kam, wie im Fluss nach Coen oder hier am Archer River.

DSC05948Vor allem wenn es keine Krokodile gibt, sind diese Plätze auch fantastisch zum Zelten.

Früh am Morgen, vor den meisten Autofahrer, bin ich los. Ich fragte mich immer, wie lange die Schlangen überleben, die da noch die Straße bevölkern.

DSC05950Es ist zwar „nur“ eine kleine Baumschlange, aber keiner kann wohl erwarten, dass ich sie rette und von der Straße nehme.

Die Straße in den Norden geht entlang des „Telegraph Track“. Frueher standen da wirklich Posten und haben sich Zeichen gegeben um Informationen so schnell wie möglich an die Stationen am Cape zu übermitteln. Darum führt der Track schnurgerade ohne irgendwelche Umgehungen von Berge oder Schluchten durch die Landschaft.

DSC05952Die Allradfahrer kamen meisten im Doppelpack, wenn sich nicht bis 4 oder 5 zusammen aufgemacht haben. Das wirbelte ganz schön Staub auf. Nicht ungefährlich als Radfahrer da irgendwo drin zu stehen. Ich bin meistens auf der rechten Seite gefahren (in Australien fährt man ansonsten links), um die entgegen kommenden Autos zu sehen. Manchmal war aber die einzige Stelle auf der Straße, wo man wegen Wellblech und Sand noch fahren konnte, direkt in der Mitte. Manchmal bin ich auch direkt auf die entgegen kommenden Autos mit Blickkontakt zugefahren um sie zu bändigen, zwingen, langsamer zu fahren. Wie ein Dompteur bin ich mir vorgekommen. Gerechter Weise muss ich auch sagen, es gab ein paar, wenn auch wenige, Autofahrer, die schon weit vor mir verlangsamt haben und weit nach mir wieder schneller wurden.

Weiter Nördlich wurden vor ein paar Jahren Umfahrungen für den Old Telegraph track gebaut. Obwohl ich wusste, dass der Track von da an in einem üblen Zustand ist und viele atemberaubende Flussdurchquerungen gibt, wollte ich nicht die wesentlich weitere Umfahrung fahren.

Das positive an dem Track, es gibt wesentlich weniger Autos und sie fahren wesentlich langsamer. Hier kann man nicht so schnell durch düsen.

Nachdem ich meine erste Schiebeetappe durch den Sand hinter mir hatte, kam ich an den Palm Creek, die erste ernsthafte Bachdurchquerung. Auf der anderen Seite wurde gerad ein Auto an einer Winde hochgezogen.

DSC05954Der Einstieg war so steil, dass ich da nicht einmal mit gepäcklosem Fahrrad fahrend, schiebend oder tragend hinunter wollte. Beinahe hatte ich mich entschieden, doch noch um zudrehen und die Umgehung zu fahren, da sagte man mir, ein paar hundert Meter weiter gibt es einen einfacheren Übergang. Der war dann eher was für mich. Schiebend und tragend bekam ich da mein Fahrrad durch und mein Gepäck, eins nach dem anderen. Als ich dann 5 mal durch das Wasser und Schlamm war, sagte mir ein Autofahrer, er hätte mein Gepäck ja auch im Auto mitnehmen können. Das hätte ihm auch früher einfallen koennen. Aber die sind so mit sich beschäftigt und wie sie ihr Auto da durch bringen, da werde ich nicht wirklich registriert.

Eins vom Wunderbarsten an der Strecke waren die Plätze an den Bächen zum Zelten.

DSC05961Überhaupt wenn es noch einen kleinen Wasserfall wie hier am Dulhunty Fluss. Da hält sich kein Krokodil auf, man kann gut schwimmen.

Kurz danach kam die ultimative Bachdurchquerung. Viele Allradfreaks kommen extra deswegen hier her und Zuschauer machen von der Umgehung extra den Abstecher, den „Gunshot“ Meine Erfahrung mit dem Palm Creek hat mir gereicht und ich wollte eine kleine Umgehung fahren. Nach 500m gab ich auf. Ich konnte auf der Strecke  mein Fahrrad nicht einmal schieben! Es war nur tiefer, weißer Sand.

So schlimm kann der Gunshot dann auch nicht sein, dachte ich und drehte wieder um. Auch da gab es dann eine einfachere Alternative zur Durchquerung, war dann fast eine Enttäuschung.

Von unten sah ich den „original“ Gunshot.

DSC05963Es geht praktisch senkrecht hinunter in ein Schlammloch. ich nahm an, das sei ein Relikt von vergangener Zeit, da fährt doch jetzt niemand mehr hinunter. Es dauerte keine 5 Minuten da wurde ich eines besseren belehrt.

DSC05965Ein Auto mit Anhänger steckte in dem Schlammloch. Der Dummheit der Menschheit sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Es dauerte dann seine Zeit, bis er mit Hilfe eines anderen Autos wieder heraus gezogen wurde. Ja, es lohnt sich wirklich hier als Zuschauer vorbei zu kommen.

Viele wilde Tiere gibt es hier oben nicht. Ganz selten sieht man mal ein Känguru. Schlangen und Vögel sind schon zahlreicher und die Termitenhügel nehmen gigantische Ausmaße an.

DSC05968Es gibt auch einige Vogelbeobachter, die hierher kommen. Nur fahren sie die meiste Zeit mit dem Auto und wundern sich noch, dass ich viel mehr sehe als sie,

DSC05972wie hier das Kookaburra Paar. Auch viele Papageien gibt es. Körper und Flügel sind verschiedenfarbig. Je nachdem in welchem Winkel sie fliegen, gibt es ein anderes Spektrum. Ganz fantastisch wenn so ein ganzer Schwarm vorüber fliegt. Leider lassen sie sich nicht so leicht fotografieren.

DSC05973Und immer wieder Sand

AustralienMeine Arme waren mit dem Schieben mehr gefordert als die Beine.

Die Fruit Bat Falls, kleine Wasserfaelle, sind leider viel zu populär, als dass ich sie noch genießen konnte.

DSC05981Sie sind genau da, wo die Umgehungstrasse und der Old Telegraph track zusammen kommen, darum kann auch jeder kurz vorbei.

Für den noerdlichen Teil, habe ich dann doch beschlossen, die Umgehung zu nehmen. Man kommt auf dem Old Telegraph Track nicht ganz durch, der tiefe, krokodilreiche Jardine River ist im Weg und man muss sowieso auf den Bypass ausweichen. Es war auch Zeit meinen armen Arme etwas Entspannung zu gönnen.

Wie schon erwähnt, gehört das Gebiet den Aborigines. Um über den Jardine River zu kommen gibt es nur die eine Fähre, die von ihnen betrieben wird.

DSC05984Und da sahnen sie reichlich ab. Für die paar Meter kostest es für ein Auto (hin und zurueck) 129 Dollar, das sind ca 100 Euro. Motorrad kostet die Hälfte, Fahrrad konnte mir niemand sagen. Darum war ich sehr  gespannt. Bevor ich 100 Dollar bezahlen würde, würde ich auf ein Auto warten, das mich mitnehmen kann. Sehr erfreut war ich dann, als sie von mir 11 Dollar verlangten. Für den Katzensprung immer noch reichlich.

DSC05989Dann nach ca 750km endlich wieder ein bisschen Teer, durch Bamaga, der nördlichsten Aborigines Community hindurch. Welch eine Wohltat.

Ich bin gleich weiter Richtung Tip gefahren. Es wurde leider vorher schon dunkel und ich stellte mein Fahrrad wieder einmal an einem Bach inmitten vom Regenwald auf. Fast die ganze Nacht hielt mich ein Geräusch wach. Zuerst dachte ich, es sei nur ein Buschtruthahn, die es hier reichlich gibt. Am nächsten Morgen, als ich am Bach gewaschen habe, sah ich den wirklichen Verursacher, einen wunderschönen Dingo

Die letzten ca 30 Kilometer von Bamaga an den Tip waren mit die Schönsten. Den ersten Teil bin ich am Spätnachmittag gefahren, wo keiner mehr unterwegs war, auf einem engen rot-erdigen Weg durch den Dschungel und die restlichen 8 km am nächsten Morgen bevor die ersten Touristen kamen. Einfach wunderbar.

Als ich auf dem Parkplatz angekommen bin, waren doch schon zwei Autos da. Schnell habe ich mein Fahrrad entladen und über die Felsen zu dem Schild getragen, was wirklich den nördlichsten Punkt kennzeichnet.

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DSC05996Fast ein Jahr nach Mirjam (http://cyclingdutchgirl.com/2012/10/03/the-tip/ ) und somit 95 Jahre nach Francis Birtles, wahrscheinlich der erste, der es 1918 mit dem Fahrrad dort hoch schaffte.

Bevor die Massen angestürmt kamen bin ich lieber wieder umgedreht.

DSC06002Wieder zurück am Parkplatz mit dem netten Strand und dem Platz mit Kokosnusspalmen, dachte ich jetzt wieder gleich zuück fahren wäre ja auch doof. Für mich hatte ich beschlossen, dass ich den Tag dort oben verbringe und auf dem Platz zelte. Da es nicht offiziell erlaubt war, sagte ich immer, wenn ich gefragt wurde, wo ich zelte, ich weiß es noch nicht.

Dann kamen Ranger mit ein paar Schulkindern zum Grillen und Fischen.

DSC06006Ich unterhielt mich ein Weilchen mit ihnen und auf einmal sagte er, warum ich nicht hier zelte, ich solle nur ein Feuer machen, um die Krokodile und Dingos fern zu halten. Na Prima, mit Erlaubnis sogar ein Feuer zu machen, ist es ja noch besser.

DSC06017Einen wunderschönen, geruhsamen Tag habe ich dort oben verbracht. Nachdem alle Autos weg waren, nur noch zwei Motorräder standen da, baute ich mein Zelt auf und machte ein Feuer.

DSC06024Kurz darauf erschienen die beiden Motorradfahrer

DSC06030Sie schlugen ihr „Swag“, das für Australien typische Minizelt, neben mir auf.

DSC06028Zusammen genossen wir den Sonnenuntergang und feierten unseren Erfolg mit einem typischen Queensland Trunk, Bundaberg Rum mit Cola. Nicht ganz mein Geschmack, an dem Abend aber prima.

Am nächsten Tag fuhr ich nach Seisia, dem Hafen. Ich hatte mich immer noch nicht entschieden, ob ich nach Thursday Island in den Torres Straights soll oder nicht.

Dort angekommen, war mal wieder nichts los, keine Information habe ich gefunden. Dann wusste ich auch nicht, was ich auf einer Insel jetzt soll.

DSC06036Seisia hat auch wunderbare Strände, nur dumm, das man da jetzt nicht schwimmen kann, wegen den Krokodilen.

Also fuhr ich wieder zurück. Mir war klar, bis zur Fähre, die bis um 17Uhr fährt, reicht es mir nicht mehr. Ein paar Kilometer vorher habe ich mich wieder in die Büsche geschlagen.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und beschloss, dass dies mein Glückstag sei. Zuerst flog ein wunderschöner Blauschwanzkookaburra mir über den Weg.

DSC06042An der Fähre angekommen, standen einige Autos da. Komisch, es war schon kurz vor neun, seit 8 Uhr sollte sie wieder laufen. Nur, der Fährmann war noch nicht aufgetaucht.

Ein Mann kam auf mich zu und fragte mich, ob ich eine Mitfahrgelegenheit wollte. Seine Familie und er haben mich auch schon ein paar mal gesehen. Auf dem Weg nach Norden wurden mir auch schon ein paar Lifts angeboten, ich lehnte immer ab. Dachte mir aber schon, auf dem  Weg zurück werde ich wahrscheinlich dankend annehmen. Ich liebe zwar Herausforderungen, aber ich bin kein Masochist. Die Strecke muss man wirklich nicht zweimal mit dem Fahrrad fahren, vor allem nicht, wenn man beim zweiten Mal ständig nur Gegenwind hat.
So nahm ich dankend an. Mein Fahrrad und Gepäck kamen hinten auf den Anhänger, Sharon, Chris und die Kinder machten mir Platz im Auto.

DSC06050Sie hatten es sehr eilig zurück nach Mackay zu kommen. Und sind praktisch die Strecke, für die ich 9 Tage brauchte, in 9 Stunden durchgedüst.

Am Musgrave Roadhouse ließen sie mich wieder raus, ca 500km weiter südlich. Von hier geht der Weg in den Lakefield Nationalpark ab. Diese Strecke wollte ich  auf jeden Fall noch fahren. Außerdem ging es mir zu schnell, ich wollte nicht gleich wieder zurück in Cooktown sein. Ich war dann auch richtig froh, dass ich vor Sonnenuntergang noch ein paar Kilometer fahren konnte, mich endlich wieder bewegen.

DSC06054Der nördliche Teil war noch wunderschön, voll von Schlangen und Vögeln,

DSC06063Dann fing der Wind an. Ganz schlimm wurde es, als es auf die Ebene ging.

DSC06067War ich froh, dass ich am Tag zuvor diese Mitfahrgelegenheit hatte. Bei diesem Wind zurück zu radeln hätte mich nicht nur einige Zeit sondern sehr viel Nerven gekostet.

DSC06071Die einzige Abwechslung hier waren die kathedralartigen Termitenhügel.

Dann kam noch eine Überraschung, Familie Geissler, klingt deutsch, sie sind aber seit mehreren Generationen australisch. Das war das dritte Mal, dass wir uns begegnet sind. Schon vor dem Jardine River haben sie mich mit Keksen und Wasser versorgt

DSC06073Auch hier hielten sie sofort an und zu viert haben wir in „null-komma-nix“ eine gut gekühlte Packung TimTam (sehr süße Schokokekse) nieder gemacht. (ich glaube, ich hatte die Hälfte) Oh wie gut das nach den Strapazen tat.

Da ich die Nacht wieder an einem Ort verbrachte, wo ich nicht am nächsten Morgen entdeckt werden wollte, habe ich sehr früh mein Zelt abgebrochen. So konnte ich die ersten Stunden noch genießen, bevor der Wind wieder einsetzte.

DSC06084Diese Gegend war voll von schwarzen Kakadus mit rote Dreiecke auf den Schwänzen.

Das Highlight kam am Abend, am Laura Fluss. Oben sind offizielle Campingplätze, die man vorher Online buchen muss, Nix für mich. Sie waren auch schon besetzt. Ich wollte nur runter zum Fluss, mich waschen, und ein Stück weiter im Busch zelten. Als ich dann zum Fluss kam, standen Autos und Zelte auf der einen Seite auf dem Flussbett. Wirklich ein sehr schöner Platz, nah am Wasser. Schnell stellte ich mein Zelt auf die andere Seite auf, ich wollte nichts wie ins Wasser. Da kam ein Mann herüber und lud mich zum Abendessen ein. Wie fantastisch. Also badete ich mich zuerst mal im Fluss, wusch meine Kleider, machte mich „fein“ für das Abendessen.

Auch sie hatten mich schon einige Male gesehen, Dann kamen mir manche Gesichter bekannt vor und schließlich erinnerte ich mich, sie haben auch am Dulhunty Fluss neben mir gezeltet, ein paar Schüler, Lehrer, Eltern einer privaten Schule aus Brisbane.

DSC06090Wieder einmal ein schöner australischer Abend mit Lagerfeuer auf dem man auch kochte. Selbst die Pfannkuchen am nächsten morgen wurden so gemacht. Ich hätte es nicht eilig, Ich war jetzt wieder auf der Battle Camp Road und wollte nur bis Isabella Falls, ca 65km.

Es war nicht einmal so spät, bis ich losgefahren bin, aber der Wind setzte auch schon ein. Danach war es nur noch Kilometer zählen und irgendwie durchhalten. Eigentlich hätte ich auch sonst wo zelten können, aber da ich schon zwei  Mal an den Isabella Falls vorbei gefahren bin, wollte ich da endlich mal nächtigen. Die Aussicht auf fließend Wasser ist auch immer sehr verlockend.

Kurz bevor die Sonne unterging habe ich endlich den Platz erreicht. Wieder einmal ein Tag, wo ich sehr froh war, dass ich die Mitfahrgelegenheit angenommen hatte.

DSC06096Der letzte Etappe war dann nicht mehr weit und ich war froh, als ich Cooktown erreicht hatte.

DSC06098Es gab hier schon einige Sturmwarnungen und es stürmt immer noch. Gerry hat mich gleich mit einer großen Portion Spätzle empfangen. Hier werde ich wieder richtig aufgepäppelt. Morgen geht es weiter, nach Südwesten,, möchte im Inland nach Süden fahren. Ich habe nicht einmal mehr drei Monate nach Sydney.

7 Gedanken zu „Aboriginal Dance Festival und Cape York

  1. Hallo Doro!
    wieder ein spannender Bericht aus deinem Australien. Die Krokodile würden mich die Nacht unruhig machen 😉

    Viele Grüße aus Peru,
    Klaus

  2. Beautiful and Wonderful, I loved my time on the tip even with the traffic… Shame you didn’t take the 2nd part of the telegraph track, I actually enjoyed it more than the first! Japan is lovely too but I have to admit I miss Australia. Still so many tracks to ride! All the best and hope you have a glorious glorious time! Mirjam.

    • Thanks Mirjam. Maybe next time, outside the school holidays, I will do the second part.
      Have a great time in Japan. All the best for you as well and maybe meet you somewhere somewhene again…

  3. Hallo Doro… lese immer wieder mit großem Interesse…. und freue mich für dich!

    Liebe Grüße aus Steinen: Christel

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